Galerie Lichtverschmutzung

Die als Präsentation durchlaufenden Bilder sind weiter unten genauer beschrieben und zeigen Beispiele extremer und teils sinnloser Lichtverschmutzung in der Nähe des Sternenparks Westhavelland.


Die Kirche in Stüdenitz am Rande des Sternenparks ist ein wunderschönes Bauwerk. Trotzdem wird es hier mit der Beleuchtung deutlich übertrieben. Zwei extrem helle und schlecht eingestellte Flutlichtstrahler leuchten während der gesamten Nacht. Bei tiefer Bewölkung werden die Schatten der Kirche an den Himmel projiziert. Da der Fokus der Strahler auf die Mitte des schmalen Turms gerichtet ist, strahlt der größte Teil des Lichtes daran vorbei in den Himmel. Eine geringere Leistung, eine flachere und mehr auf das Kirchenschiff gerichtete Lampenstellung, seitliche Abschirmungen und eine Abschaltung ab 22 Uhr wären einfache, kostensparende Maßnahmen die der Wertschätzung für die Kirche keinen Abbruch täte.

Was den Anschein eines Unternehmens der Schwerindustrie erweckt entpuppt sich bei näherer Betrachtung als großer Milchviehbetrieb. Knapp außerhalb des Sternenparks gelegen strahlen absolut ineffizient eingestellte Lampen direkt in den Himmel und verursachen eine enorme Lichtglocke. Da andere Betriebe dieser Art deutlich weniger Licht emittieren besteht dazu sicher keine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit. Die roten Lampen gehören zu Windkraftanlagen.

Das Zellstoffwerk Stendal 15 km außerhalb des Sternenparks gelegen ist ein Großunternehmen mit vielen hundert Mitarbeitern. Eine ausreichende Beleuchtung des großen Werksgeländes ist schon aus Sicherheitsgründen erforderlich. Trotzdem könnten die Flutlichtstrahler deutlich besser ausgerichtet bzw. durch moderne LED-Strahler ersetzt werden. Neben der Energieersparnis würden sich auch die kurzen Wartungsintervalle verlängern und die damit verbundenen Kosten deutlich reduzieren. Horizontal montierte und gerichtete Lampen mit geringerer Farbtemperatur wären eine deutlich bessere Alternative.

Diese Gewerbebeleuchtung einer Werft etwa 10 km außerhalb des Sternenparks ist typisch. Eine Hallenwand mit dem Namenszug des Unternehmens wird die ganze Nacht zu Werbezwecken beleuchtet. Da die Lampen dabei von unten nach oben ausgerichtet sind strahlt in diesem Fall ein großer Teil des Lichtes am Ziel vorbei in den Himmel. Eine einfache flachere Einstellung der Flutlichtstrahler würde hier schon eine deutliche Verbesserung bewirken. Eine Abschaltung ab z.B. 22 Uhr wäre ebenfalls sinnvoll. Perfekt wäre eine Lampenmontage an der Dachkante, die von oben nach unten leuchtet.

Windkraftanlagen ab einer bestimmten Maximalhöhe müssen eine Gefahrenbefeuerung für den Flugverkehr besitzen. Diese Sicherheits-maßnahme ist durchaus sinnvoll. Leider stören die permanent blinkenden hellen Lichter auch die Anwohner der naheliegenden Orte. Zudem wird der Himmel erhellt, da die Beleuchtung ja sinngemäß nach oben strahlen muss. Da immer mehr Windkraftanlagen in unserer Landschaft aufgebaut werden wird sich dieses Problem in Zukunft verschärfen. Eine Lösung gibt es bereits. Radarsysteme für große Windparks orten Fluggeräte in Entfernungen von mehreren Kilometern und schalten die Warnlichter an, sobald ein solches einen definierten Abstand unterschreitet. Anschließend werden die Lichter wieder abgeschaltet. Zwar liegen die Kosten für solch ein System höher als die permanente Befeuerung, aber für die Toleranz der Windenenergie in der Bevölkerung wäre diese Lösung zukünftig anzustreben. 

Anscheinend fürchtet sich auch die Bundeswehr vor der Dunkelheit, wie dieses Bild einer Kaserne beweist. Große Flächen und Parkplätze, die nachts größtenteils leer stehen werden permanent beleuchtet. Mögliche und durchführbare Maßnahmen würden hier wohl im Sinne militärischer Notwendigkeiten abgeschmettert.

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